Ernst Kapaunig

Eisenbahner. Widerstandskämpfer. Hingerichtet.

* 1893    † 1943

 

Herkunft, Beruf, SDAPÖ, RB

Ernst Kapaunig wurde am 14.5.1893 in Villach geboren. Er war Eisenbahner in Leitendorf (Steiermark). Bis 1934 war er Mitglied der SDAPÖ und des republikanischen Schutzbundes.

Beteiligung an Sabotageakten an Zugsgarnituren

Vor 1938 war Ernst Kapaunig für die KPÖ aktiv. Nach Kriegsbeginn war er unter Beteiligung der Sowjetunion an Sabotageakten an Zugsgarnituren beteiligt.

Verhaftung, Todesurteil, Hinrichtung

Am 10. 10. 1941 wurde Ernst Kapaunig verhaftet und am 9. 12. 1942 in Graz gemeinsam mit J. Freudenthaler, R. Treffler und J. Rothmann (alle hingerichtet) zum Tode verurteilt. Am 13.4.1943 erfolgte im LG I in Wien seine Hinrichtung.

Aus dem Urteil

„Der Angeklagte Kapaunig (…) wurde (…) von dem erwähnten Zugsschaffner [Johann] König schon im Herbst 1938 veranlasst, Spenden, die unter den Kameraden zur Unterstützung bei Unglücks- und Todesfällen gesammelt wurden, zu übernehmen und aufzubewahren. König übergab ihm dabei den bisher von ihm verwahrten Barbestand. Allmählich stieg Kapaunig zum Hauptkassierer der Bahnhöfe Leoben und St. Michael auf und übernahm seit Frühjahr 1940 die von Treffler in Leoben und von Janeschitz in St. Michael eingezogenen Beträge. Auch von Götzinger übernahm er insgesamt 13. – RM, die dieser in Donawitz eingezogen hatte, sowie von dem Ladeschaffner Peter Rogy aus Leoben weitere 5. – RM.“

Gedenktafel, Denkmal

Sein Name steht auf der 1950 enthüllten Gedenktafel am Leobner Bahnhof, ebenso am 1975 errichteten Denkmal vor dem Bahnhof in Leoben.

Gedenkort

Im ehemaligen Hinrichtungsraum des Wiener Landesgerichts findet sich sein Name auf einer der Gedenktafeln.

Die Gedenkstätte auf der Gruppe 40, Zentralfriedhof

Weblinks und Quellen


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